Wirtschaftsforum 2012

29 November, 2012 - 12:00

Rund 120 Interessierte folgten der Einladung der Gemeinde Nordwalde und der Werbegemeinschaft am 14. November 2012 zum 11. Nordwalder Wirtschaftsforum.
„Nach jedem Tal kommt auch wieder ein Berg.“ So die Einleitung der  Bürgermeisterin Sonja Schemmann beim elften Nordwalder Wirtschaftsforum. Damit brachte sie auf den Punkt, was der russische Ökonom Nikolai D. Kondratieff (1892 bis 1938) in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts sagen wollte mit seiner „Theorie von den langen Konjunkturwellen in der Weltwirtschaft“. Doch wie durchschreitet man ein Tal und gelangt möglichst schnell zum nächsten Gipfelkreuz, am besten noch vor der Konkurrenz?

Erik Händeler nahm die Gäste mit auf eine spannende und zugleich lehrreiche Zeitreise durch die Geschichte der Wirtschaftskrisen seit der Industrialisierung und wagte einen Blick in die Zukunft.

„Immer, wenn etwas ausgereift war, dann war es mit dem Aufschwung vorbei und es folgte eine Krise.“ Unter diesem Motto nahm Herr Händeler seine Gäste mit auf eine Zeitreise: von der Erfindung der Dampfmaschine und den Beginn der Industrialisierung über das Eisenbahnzeitalters, die Elektrifizierung und die Zeit der Automatisierung bis ins Computerzeitalter, dem bislang letzten der fünf sogenannten Kondratieff-Zyklen, kurz Kondratieffs genannt. Dieses trockene und abstrakte Thema wusste Erik Händeler charmant und  mit Witz kurzweilig rüberzubringen.

Für die Zukunft geht Händeler davon aus, dass die Menschheit die Potenziale von Computern und Smartphones weitestgehend ausgenutzt hat. Sein Fazit analog zu Kondratieff: Mit dem Informations- und Kommunikationstechnik-Kondratieff ist es so gut wie vorbei. Was folgt, ist ein Zeitalter, in dem es darum geht, Probleme mittels Wissen zu lösen.

Händeler:“ „In einer Gesellschaft mit ganz vielen Nischen und Fachwissen sitzt das entscheidende Wissen oft unten an der Basis.“ Wie Händeler ausführte, sind Ethik und Unternehmenskultur der Schlüssel zum Erfolg. Nur Mitarbeiter, die sich gut behandelt fühlen, seien auch bereit und in der Lage, 100 Prozent Leistung zu bringen. Das neue Kondratieff birgt, so Händler, vor allem Chancen im Gesundheitswesen. Dabei wird besonders die Gesunderhaltung der Menschen als Wissensträger im Vordergrund stehen um kostenintensive Arbeitsausfälle und Frühverrentungen zu vermeiden

Nach seinem Vortrag erhielt Erik Händeler langanhaltenden Applaus der Gäste. Im Anschluss stand er für Fragen der Besucher zur Verfügung. So endete der Abend mit interessanten Gesprächen bei Häppchen und Getränken.

Die Gastgeber des Abends, Bürgermeisterin Sonja Schemmann und der 1.Vorsitzende der Werbegemeinschaft Franz-Josef Michgehl bedanken sich bei Erik Händeler für die interessanten Einblicke in die Weltwirtschaft.

 

Den Bericht auf "Vois TV" finden Sie hier.